2019 - Pro Kulmerauer Allmend

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Aktuell
14. 03. 2019                     
Die Akzeptanz von Windindustrieanlagen in der Schweiz verliert an Boden.
Windpark in Juralandschaft massiv abgelehnt!
Bild oben: Die Gemeinde Court im obersten Abschnitt des Birstals. Rechts der Eingang in die Klus von Court, durch die die Birs nach Moutier fliesst, begleitet von Bahn und Strasse.  

Am 11. März 2019 hatte die Gemeindeversammlung über den "Überbauungsplan" (plan de quartier) zu beschliessen, der den Bau von 7 Windkraftankagen (je 180 m hoch) auf dem Montoz ermöglicht hätte. Das grosse Interesse der 1400 Einwohner, wovon 1000 Stimmberechtigte, zeigte sich an der Beteiligung: Mit 325 Bürgerinnen und Bürgern war die Turnhalle zum Platzen voll!
Nach fast anderthalb Stunden Diskussion wurde das Projekt mit 222 Nein zu 93 Ja abgelehnt. Dies, obschon der Gemeideammann dafür plädierte und der Gemeinde so jährliche Zahlungen von 100 000 Fr. entgehen!  Mit gut 70% (der Stimmenden) fällt die Ablehnung klar und massiv aus!

2 Voten (zitiert aus der Presse) zeigen die Stimmung:

"Man darf nicht unsere Weiden  mit Tonnen von Beton verschmutzen, um dann Stahlmonster daraufzusetzen".

"Was sagen Sie (die Befürworter) den Familien, die diese Monster vor ihren Fenstern haben?"

Und eine Stimme aus den Medien:
"Angesichts der Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Berg schien der Ausgang der Abstimmung unausweichlich"  
(RFJ  Radio Fréquence Jura, Website : "Face à l'attachement des citoyens à leur montagne, le verdict semblait inéluctable.")
Landschaftsschutz als Hauptgrund!

Karte unten: Das abgelehnte Projekt Montoz-Pré Richard, rechts anschliessend dann der Grenchenberg, auf dem weitere  6 Turbinen geplant sind. Insgesamt wäre also die schöne Juraweiden-Landschaft mit einer Windindustriezone von 13 Anlagen verunstaltet worden. Montoz ist nun weg, Grenchen noch ungewiss.

03. 03. 2019   
Neue Windkarte CH - Weniger Wind   ->  Genaueres hier
21. 02. 2019   
Uf em Chalt wirds chalt
Wie die Promotoren mitteilen, ist das Windparkprojekt mit 2 Anlagen in Reitnau und Staffelbach stillgelegt. Unklar ist, ob es dereinst wieder aktiviert werden kann.
Die Erklärungen dazu:

► Das Projekt ist finanziell auf eine Förderung angewiesen.
► Mit dem neuen Energiegesetz ändern die Bedingungen: Projekte mit bewilligtem Baugesuch
 werden auf der Warteliste bevorzugt.
► Das Projekt ist noch nicht so weit und der "Projektfortschritt" hätte im Prinzip bis 2017
 gemeldet werden sollen.
► Die Projektanten hoffen nun auf eine Nachfolgeregelung für die Förderung, resp. auf eine
 Entwicklung der Strompreise Richtung Rentabilität.

Der genaue Wortlaut mit weiteren Details auf der Homepage http://www.windrad-uf-em-chalt.ch/

21. 02. 2019
Windpark-Projekt Montagne de Buttes NE (Bild oben):
Erfolgreiche Einsprache von Freie Landschaft und Les Travers du Vent gegen
2 Radiosendungen, die die Realität nicht sachgerecht darstellen

Bei den fraglichen Radiosendungen handelt es sich um
1. "Trend" vom 19. Januar 2019 ("Wind-Energie, viel Potenzial liegt noch brach")
2. "Echo der Zeit" vom 27. Januar 2019 ("Windkraft und Naturschutz - geht das zusammen?")

In beiden Sendungen werden zwar auch die negativen Auswirkungen des Windparks und die Opposition dagegn erwähnt, doch wird der Eindruck erweckt, dass die Opposition eingebunden werden konnte und das Projekt auf breite Akzeptanz stosse. Ein Vertreter der Opposition, der diese Sicht hätte korrigieren können, wurde nicht eingeladen.

Dagegen richtet sich die Einsprache von Freie Landschaft und Les Travers du Vent bei der Ombudsstelle SRG. Mit Bescheid vom 8. Februar 2019 hat der Ombudsmann die Einsprache gutgeheissen. Dem Publikum seien wesentliche Fakten vorenthalten worden, die Beiträge seien darum nicht sachgerecht.

mit Einsprache-Text (Französisch), Stellungnahme der Radio-Redaktion und Beurteilung der Ombudsstelle (beide Deutsch)

11. 2. 2019
In Frankreich flammt der Windradprotest auf (Le Figaro 8. 02. / 30. 1. 2019)
Im Rahmen der "grossen Nationalen Debatte", die zur Zeit stattfindet, meldet sich auch der Widerstand gegen den massiven Zubau von Windparks zum Wort!
Gegenwärtig stehen etwa 8000 Anlagen im Land, geplant ist en Ausbau auf 15 000 WKA bis 2030.

Es gibt Demonstrationen am Gelbwesten-Samstag (9. 2.), aber mit weissen Halstüchern. Auf der Website des "grand débat" gingen um die 400 "Vorschläge" zur Windkraft ein, die meisten fordern rundweg einen Stopp der Ausbaupläne.

Die Argumente sind bekannt. Vorgebracht wird zum Beispiel:      
Riesige Dimensionen (200 -240 m hoch), von weither sichtbar, auch nachts (Beleuchtung).
DIe Windflügel drehen nur 23% der Zeit (was kaum stimmt! -> Verwechslung mit Auslastungsgrad).
  Oder: Die mittlere Auslastung einer Anlage beträgt nur nur 24%.
Nach 20 Jahren sind die Maschinen am Ende, der Rückbau, so er überhaupt stattfindet, ist enorm teuer
  und nicht gesichert.
Für das Recycling von Beton, Stahl, Kupfer und seltenen Erden existieren keine geeigneten Strukturen.
Die 15 Jahre staatliche Förderung profitieren den Unternehmern und belasten die Steuerzahler.
Zu den schädlichen Aswirkungen wie Lärm, Infraschall, Magnetgismus, Erkrankungen auch von Tiern,
  Vogeltod, fehlen seriöse Studien.
Der Staat reduziert die Einsprachemöglichkeiten,
Unsere Landschaften würden zu "halben Industriezonen", Touristische Landschaften, aber auch der
  Lebensraum der Bewohner, würden tiefgreifend verändert ("boulversés").
Windstrom ist äusserst unvorteilhaft:  MWh 82 € (staatlicher Abnahmepreis), Solarstrom nur 55 €,
  Atomstrom 42 € die MWh.
Fördern muss man stattdessen die Geothermie, Biogas, Wärmegewinnung aus dr Kanalisation,
  Gebäudeisolation. Dringend stoppen muss man den Windkraft-Wahnsinn.

Einige Originaltexte: 8.2.19 Leitartikel / Seite 2 /  30.1.19 Seite 16
27. 01. 2019
AXPO:  ES 2050 zu optimistisch -  Anteil Windkraft viel geringer

In einem Vortrag an der Uni Basel beleuchtet der Leiter der Unternehmens-entwicklung AXPO die Chancen der Realisierung der ES 2050 aus heutiger Sicht
Die ursprünglichen Annahmen sind viel zu optimistisch, eine Neubeurteilung ist dringend notwendig. Damit reduziert sich auch die Bedeutung der Windenergie.


20. 01. 2019
Nun ist es so weit:
Freie Landschaft kann hervorragende animierte* Simulationen von geplanten Windparks erstellen!
*) 3D-Überflug des Windparks in verschiedenen Richtungen; die Rotoren drehen sich. Schattenwurf  und Beleuchtungseffekt in der Nacht werden sichtbar.
Unten als Beispiel der geplante Windpark in der Linthebene am Eingang des Glarnerlades**.
Die Herstellung ist allerdings sehr aufwendig und entprechend teuer: Allein 15 Abeitsstunden für die Modellierung, dann brauchte der Computer 50 Stunden(!) für das Ausrechnen der Visualisierung.
Genauere Bedingungen in der Rubrik "Freie Landschaft"          **) https://www.linthgegenwind.ch/
15. 01. 2019
 
Absurdität in der deutschen Energiewende (NZZ 12. 1. 2019)
 Oder: Weshalb diese Art von Energiewende die Konsumenten teuer zu stehen kommt
 
Es geht es um neue Gaskraftwerke, die nicht rentabel sind. Sie müssen als Reserve bereitstehen für „Dunkelflauten“ (wenig Sonne, wenig Wind). Sie sind deshalb nur wenige Stunden jährlich am Netz, oder auch nie. Für die hohen Verluste werden sie zum Teil voll entschädigt. Die Kosten trägt der Konsument.




Das Kraftwerk Irsching (Bayern) muss als Reserve betriebsbereit bleiben.
 
Der Artikel zeigt einige grundsätzliche Tatsachen und Konsequenzen dieser Art von Energiewirtschaft:

1. Der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien erreicht erstmals 35%.

2. Die Verfügbarkeit des Stroms ist sehr unterschiedlich, besonders wenn er mit Wind oder Sonne produziert wird.

3. Vom grosstechnischen Einsatz von Speichern für Erneuerbare ist man weit entfernt.

4. Es ist deshalb unerlässlich, im Hintergrund einen konventionellen Kraftwerkspark betriebsbereit zu halten.

5. Es braucht einen riesigen Netz-Ausbau. Der stark fluktuierende Windstrom fällt vor allem im Norden an.
Das industrielle Herz Deutschlands aber liegt im Süden. Da fehlen Transportmöglichkeiten. Bei Netzüberlastung müssen Windanlagen abgeregelt werden.

6. Regeleingriffe ins Netz kosteten 2017 schon 1,4 Mr. €. Dazu kommen der Netzausbau und die Entschädigungen
für unrentable Kraftwerks-Reserven inklusive den Zubau von neuen Kraftwerken. Folge: Deutsche Konsumenten zahlen die höchsten Strompreise in Europa.

Link zum ganzen Artikel

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü